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Die Deutsche Aktuarvereinigung hat dem Bundesfinanzministerium nahe gelegt, dass der Garantiezins bei Lebensversicherungen von derzeit 2,25% aus bis zu 2% gesenkt werden sollte. Bereits rückwirkend zum ersten Januar diesen Jahres sollte die Zinssenkung in Kraft treten, so lautet die dringende Empfehlung der Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Dabei wurde diese Empfehlung bereits Ende 2010 an das Bundesfinanzministerium abgegeben und bislang kam es offensichtlich noch zu keiner Entscheidung, wohin es mit dem Garantiezins gehen wird.

Die Berechnung erfolgte dabei von Versicherungsmathematikern, die dem Bundesfinanzministerium dringend dazu raten, die Senkung des Garantiezins auf 2% vorzunehmen. Dabei liegt der Berechnung der von der Zentralbank veröffentlichten Rendite zu Grunde, bei der Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit und höchster Bonität mit dem Ranking Triple A, also AAA einfließen. Die Daten der letzten 10 Jahren werden dabei jeweils ausgewertet und mit dem Faktor 0,6 multipliziert. Die Senkung des Garantiezins wird deshalb dringend geraten, weil der garantierte Zins dabei nicht höher als dieser Mittelwert sein darf. Im Gespräch waren auch Varianten, die von einer Zinssenkung des Garantiezins auf 1,75% verwiesen. Dies wird derzeit noch geprüft, bevor es zu einer Empfehlung oder gar Umsetzung seitens des Bundesfinanzministeriums kommt.

Dabei ist das Bundesfinanzministeriums grundsätzlich diesen Empfehlungen nicht untergeben und kann unabhängig davon die Höhe des Garantiezins selbst festlegen oder einer Senkung sogar ganz ausschließen. Dabei kann ein zu Hoher Garantiezins jedoch auch Probleme bereiten und beispielsweise bei den Versicherern dazu führen, dass diese die Leistung gegenüber deren Kunden nicht mehr bereitstellen können. Da die Zinsen derzeit auf den Märkten sehr niedrig sind, könnte es passieren, dass die Versicherer mehr aufbringen müssen, als sie selbst einnehmen und sie somit ins Wanken geraten könnten. Deshalb muss der Garantiezins regelmäßig angepasst werden.

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